Wodurch entsteht Stress ?
Stress entsteht in der heutigen Zeit vorwiegend durch Überarbeitung, private und berufliche Problemsituationen ( z.B. Existenznöte, Mobbing im Beruf, Überlastung, Unterforderung, Angst vor Verlust des Arbeitsplatzes, Erfolgsdruck) UND familiäre Problemsituationen ( z.B. Probleme in der Partnerschaft, in der Kindererziehung, Schul- und Prüfungsängste u.v.m.)

 

Was passiert dann in unserem Organismus?
Derartige Problemsituationen verursachen eine erhöhte Ausschüttungen von Stresshormonen im Körper, z.B. Adrenalin, Noradrenalin und Cortisol.
Durch die Dauerbelastung des Organismus bleiben diese Hormone auf hohem Niveau und es kann dieser Dauerspannung keine natürliche Entspannung folgen.


Typische Stress-Symptome sind:
erhöhte Krankheitsanfälligkeit, Unwohlsein, Nervosität, Gereiztheit, Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Antriebsschwäche, vermehrte Angstgefühle, Schmerzen, Herz- und Kreislaufprobleme, Magen- und Darmstörungen, Verstärktes Suchtverhalten, Übersäuerung des Körpers, Konzentrations- und Leistungsabfall, Gewichts- und Verdauungsprobleme, Verspannungen, Schlafstörungen uvm.

 

Was macht nun das Cortisol?

Cortisol ist eines unserer wichtigsten Hormone überhaupt und hat eine ausgeprägte Tagesrhythmik. Wir produzieren es in der zweiten Nachthälfte, so dass es für unsere Tagesaktivität und die Belastungen voll verfügbar ist.

 

Damit ist es unser wichtigstes Stresshormon, das bei psychischem oder physischem Stress ausgeschüttet wird. Seine Hauptwirkungen betreffen Stoffwechsel, Immunfunktion, die psychische Befindlichkeit und die Regulation des Wachstums. Es aktiviert den Stoffwechsel, fördert die Glukosebereitstellung, verändert die psychische Reaktionslage und greift massiv in die Immunabwehr ein. Es wirkt grundsätzlich entzündungshemmend und blockiert die spezifische und unspezifische Immunabwehr. Auch die Aktivität der NK-Zellen wird gehemmt, so dass die Infektionsgefahr deutlich ansteigt.

Im Gegensatz zum Adrenalin wird Cortisol auf Vorrat gebildet und zwar vorwiegend in der zweiten Nachthälfte und steht uns damit morgens zwischen 7 und 8.oo Uhr für die Tagesaktivität und die Stressbewältigung maximal bereit.
Im Lauf des Tages fällt Cortisol stark ab, so dass am abend nur noch ca. 10% des Morgenwertes vorhanden sind.

 

Chronischer Cortisolüberschuß führt zu Komplikationen: Übergewicht, Diabetis, Osteoporose, Hautveränderungen, Immundefekte, Depression. Cortisolüberschuß ist Folge von Fehlsteuerungen durch Hypothalamus und Hirnanhangsdrüse.

Cortisolmangel führt zu Mattigkeit, Antriebsschwäche, Entzündungen, Störungen der Immunfunktion. Mangel an Cortisol kann durch Fehlfunktionen der Nebenniere und falsche Steuerung durch den Hypothalamus und die Hirnanhangsdrüse bedingt sein. Cortisolmangel ist auch eine Folge zu langer Streßbelastung ein fast regelmäßig bei Burn-out zu beobachten.